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Wie wirkt sich Licht auf unseren Organismus aus?

In der heutigen Zeit wird immer mehr Wert auf Gesundheit gelegt: Ein Bewusstsein für ausgewogene Ernährung, Bewegung und Achtsamkeit sind für viele in den Alltag integriert. Gesundheit ist auch ein wichtiger Aspekt bei der Frage nach Licht. Wir wollten wissen, welche Auswirkungen LED auf den menschlichen Organismus hat und haben nachgeforscht. Da viele Gerüchte über LEDs im Umlauf sind, ist es häufig schwer, glaubwürdige von falschen Informationen zu unterscheiden. Während herkömmliche Beleuchtung gewisse Gesundheitsrisiken birgt, z.B. durch Blendung, Lichtstärke, Flackern oder die falsche Farbtemperatur, kann diesen Problemen dank LED entgegengetreten werden.


Entspannung an Bergsee und Auswirkungen von Licht auf  Organismus
istock.com/ swissmediavision

Das Wichtigste auf einen Blick:


  • Wie stark sich künstliches Licht auf den Menschen auswirkt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Lichtintensität, stroboskopischer Effekt und Lichtspektrum
  • Eine zu hohe Lichtintensität auf zu kurzer Entfernung kann negative Folgen für Augen und Haut haben. Ebenfalls kann eine Blendung auftreten
  • Der stroboskopische Effekt (Flackern oder Flimmern) ist für das menschliche Auge wahrnehmbar, sobald die Lichtfrequenz weniger als 400 Hz beträgt. Mögliche Folgen: Augenirritationen, Kopfschmerzen oder Migräne
  • Das Lichtspektrum beschreibt die verschiedenen Farbtemperaturen von künstlichem Licht und kann den biologischen Rhythmus des Menschen beeinträchtigen
  • LEDs bieten viele Vorteile: geringe Blendwerte, kein wahrnehmbares Flimmern und die Auswahl verschiedener Farbtemperaturen
  • Beim Kauf von LEDs sind qualitative Markenprodukte zu empfehlen, um schädliche Auswirkungen auf den Organismus zu verhindern



Entscheidende Faktoren: Die Auswirkungen von Kunstlicht auf unseren Organismus

 

Es gibt verschiedene Faktoren, an denen gemessen werden kann, wie sich allgemein Licht von Lampen auf unseren Organismus auswirkt. Diese wollen wir kurz erläutern und danach auf die Funktionsweise von LEDs eingehen. Zu den Faktoren zählen:

 

  • Lichtintensität
  • Stroboskopischer Effekt (Flackern oder Flimmern)
  • Lichtspektrum

 

Lichtintensität

Leere Fabrikhalle, Auswirkungen von Licht auf den Organismus
(Bild: iStock/PhonlamaiPhoto)

 

Der Begriff Lichtintensität klingt zunächst unproblematisch. Doch sie kann unser Gesundheit auch schaden: Lampen mit einer zu hohen Intensität in geringer Entfernung können in den Augen brennen oder Schäden an der Haut verursachen. In Räumlichkeiten ist ein Wert von ca. 500 lx normal. Eine Lichtintensität von über 6000 lx in einem Raum stellt jedoch ein Risiko für die Sehzellen im Auge dar und kann zu Entzündungen dieser führen.

Stark fokussierte Lichter sorgen zudem für eine Blendung der Augen, was nur indirekt schädlich ist. Der Körper reagiert nämlich direkt mit einem Schließen der Augen. In einigen Situationen können Blendungen jedoch erhebliche sekundäre Folgen haben: Beispielsweise im Verkehr, wo Blendungen Autounfälle verursachen können.

 

Der stroboskopische Effekt (Flackern)

 

Bei fast jeder Art von herkömmlichen Leuchtmitteln kommt es zu einem Flackern oder Flimmern. Dies wird auch stroboskopischer Effekt genannt. Sie kennen diesen Begriff vielleicht noch aus einem anderen Kontext: Strobo-Lights wurden eine zeitlang häufig in Discos eingesetzt. Der Unterschied: Im Partyambiente ist das Flackerlicht gewollt, am Arbeitsplatz jedoch weniger! Leider ist ein Flackern bei Leuchtmitteln oft unvermeidbar, doch es kann so weit begrenzt werden, dass es nicht mehr vom menschlichen Auge wahrgenommen wird.

Je nach Beleuchtungstyp ist der stroboskopische Effekt verschieden stark ausgeprägt. Die Intenstität des Flackern hängt von der Frequenz der Lichtwellen ab, die in Hz gemessen wird (Hertz = U / s = Umdrehungen pro Sekunde). Studien haben ergeben, dass Licht bei einer Frequenz zwischen 3 und 70 Hz möglicherweise epileptische Anfälle hervorruft. Ist man regelmäßig einer Licht-Frequenz von 160 bis 170 Hz ausgesetzt, können Kopfschmerzen, Sehstörungen und sogar Migräne auftreten. In Bezug auf diesen Punkt müssen wir jedoch anmerken, dass nicht jede Person gleichermaßen lichtempfindlich ist und daher unterschiedlich reagiert. Eine Tatsache ist allerdings, dass der Mensch ein Flackern bei Lichtfrequenzen ab 400 Hz und aufwärts nicht mehr wahrnehmen kann. Empfohlen wird daher ein Frequenzwert von etwa 3 kHz (3000 Hz), da dieser keine nachweisbaren Konsequenzen besitzt. In LED-Datenblättern ist zudem oftmals der Flicker Index (kurz: FI) angegeben. Dieser zeigt selbst kleinste Schwankungen in der Frequenz des Lichts auf.

 

Was ist das Lichtspektrum und wie kann es uns beeinflussen?

 

Das Lichtspektrum bezieht sich auf die Wellenlänge, die die Farbe des Lichts bestimmt. Diese besitzt je nach Wert, eine biologische Wirkung für den Organismus. Es besteht noch Forschungsbedarf, um zu bestimmen, wie hoch diese ist. Einige Stimmen sprechen sogar von einem Zusammenhang zwischen Licht und Krankheiten wie Krebs, während andere vermuten, dass helle Farben bei der Heilung von Winterdepressionen helfen.

Die Wärme einer Lichtfarbe hat aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Sonnenlicht Auswirkungen auf unser Gehirn und unseren Organismus. Dies geschieht, weil sich unsere Organismen im Laufe der Jahrtausende an den Auf- und Untergang der Sonne angepasst haben. Was bedeutet das konkret? Unsere Organismen folgen einem bestimmten Prozess, wenn das Licht um uns herum für einige Zeit kalt oder warm ist. Tatsache ist, dass wir mit kaltem Licht eine aktive und mit warmem Licht eine schläfrige Stimmung erreichen. Sind wir zu falschen Zeiten künstlichem Licht mit vielen Blau-Anteilen ausgesetzt, wird ggf. die Ausschüttung des Schlaf-Hormons Melatonin gehemmt. Probleme mit unserem Tagesrhythmus und Schlafstörungen sind eine mögliche Folge. Dies ist ein Nebenproblem, das aufgrund von neuer Technologie (z.B. Smartphones, Tablets oder Computer) und unserem heutigen Lebensstil entsteht (z.B. lange Bildschirm-Präsenz am späten Abend). Die Frage ist: Werden wir in der Lage sein, unsere Organismen schnell genug anzupassen, um mögliche Gesundheitsprobleme zu vermeiden? Weitere Informationen zum Thema Licht und Gesundheit bietet Ihnen auch unser Artikel Was ist Human Centric Lighting?

 

Kunstlicht-Auswirkungen auf den Organismus: Entgegenwirken durch LEDs

 

Bis hierher haben wir uns die Lichtfaktoren angesehen, die unseren Organismen schaden können. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie es sich mit LEDs verhält.

 

Lichtstärke

 

Gute Nachrichten! Normalerweise werden LED-Lichter nicht warm, dass man sich an ihnen nicht verbrennen kann. Allerdings ist LED-Licht leistungsstark und kann, genauso wie andere Leuchtmittel, blenden. Dieser Effekt ist leider kaum zu vermeiden. Bei LED-Lampen können Sie jedoch zwischen verschiedenen Blendwerten wählen: Ein Wert von < 19 steht für eine sehr niedrige Blendung. Dies ist insbesondere wichtig für Büros, wo an Bildschirmen gearbeitet wird und eine Blendung die Produktivität einschränkt.

 

Stroboskopischer Effekt

 

Nochmals gute Nachrichten! LED-Licht flackert in der Regel nicht. Wir empfehlen, immer qualitativ hochwertige Leuchten zu erwerben, um sicherzugehen, dass dieser Standard erfüllt wird. Eine mögliche Folge von LEDs möchten wir Ihnen allerdings nicht verschweigen: Denn dimmbare LED-Leuchten können unter zwei Bedingungen flackern:

Wenn das LED-Licht mit einem nicht-LED-Dimmer oder einfach einem billigen, nicht hochwertigen Dimmer gedimmt wird. Das Problem ist, dass die LED bei Verwendung dieser Optionen zum Dimmen bei einer Frequenz von weniger als 200 Hz flackern kann, was möglicherweise die zuvor genannten Probleme in unseren Organismen verursacht.

 

Lichtspektrum

Verschwommene Lichtpunkte, Auswirkungen von Licht auf den Organismus
(Bild: iStock/LordRunar)

 

Der Rhythmus der Gesellschaft und der Evolution schreitet schnell voran. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass er nicht richtig verläuft, passen wir uns automatisch diesem Rhythmus an. Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten im Winter bis 20:30 Uhr oder sogar später, wenn es an den meisten Orten schon eine Weile dunkel ist. Am Arbeitsplatz verwenden Sie kaltes oder sehr helles Licht, um die Arbeit zu erleichtern. Die Folge davon ist, dass unsere über mehrere Jahrtausende entwickelten Organismen leicht „betrogen“ werden, indem Ihnen Tageslicht vorgetäuscht wird.

Beispiele wie diese können sowohl bei der Arbeit als auch zu Hause vorkommen. Zu einem solchen Konflikt zwischen Organismus und falschem Licht kann es nicht nur durch LED-Lampen kommen, sondern durch jede mögliche Art der Beleuchtung. Wie schnell sich der menschliche Organismus daran anpasst oder was die langfristigen Konsequenzen sind, ist weitestgehend unbekannt. Wir wissen jedoch, dass Probleme wie Migräne, Schlafmangel und allgemeine Beschwerden kurz- oder mittelfristig auftreten können.

Solche Effekte können Sie mildern, indem Sie Qualitätslicht von vertrauenswürdigen Marken für den Arbeitsplatz wählen, über hochwertiges LED-Licht verfügen und dimmbare Treiber verwenden.

 

Fazit

 

LED-Licht von guter Qualität löst viele Probleme, die der Rest der verwendeten Lichtquellen für unsere Organismen verursacht. Die Probleme, die nicht oder nur bedingt gelöst werden, wie zum Beispiel Blendung und das falsche Lichtspektrum, hängen stark von menschlichen Entscheidungen ab, z.B. welches Beleuchtungskonzept in Bezug auf Lichtfarben oder Blendwerte gewählt wird, wie Leuchtmittel im Raum angeordnet werden und zu welchen Tageszeiten Licht man künstlichem Licht ausgesetzt ist. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie auch in unserem Artikel Ist LED-Licht schädlich für die Gesundheit?



Unsere Produktempfehlungen: LEDs mit niedrigem Blendwert

 

Noxion LED Panel Ecowhite V2.0 60x60cm | UGR <19

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  • UGR <19
  • ideal für Schulen oder Büros
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Noxion LED Panel Delta Pro UGR <19 Highlum V2.0

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  • UGR <19
  • ideal für Schulen oder Büros
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Ledvance LED Panel 60x60cm Office Compliant UGR <19 | Dali Dimmbar

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  • UGR <19
  • geeignet für Schulen oder Büros
  • dimmar via DALI





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