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Was ist die beste Beleuchtung für mein Aquarium?

Die richtige Beleuchtung für Ihr Aquarium auszuwählen, ist für die Gesundheit von Pflanzen, Fischen und anderen Wasserbewohnern extrem wichtig. Doch beim Kauf der Lampen für Ihr Aquarium und auch bei der Anwendung der Beleuchtung gibt es verschiedene Kriterien, die Sie beachten müssen. So ist LED-Beleuchtung für Aquarien die stromsparendste Möglichkeit. Zusätzlich sollten Sie auf die richtige Lichtfarbe und die Beleuchtungsdauer achten. Alle wichtigen Informationen und passende Produktempfehlungen erhalten Sie in diesem Blog.


Fische im Aquarium mit Beleuchtung, im Hintergrund Wohnung mit viel Holz
(Bild: iStock/bingdian)

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Beleuchtung ermöglicht Fotosynthese
  • LED-Röhren sind die effizienteste Beleuchtung
  • 30-50 Lumen pro Liter Wasser 
  • Das Licht sollte tageslichtweiß sein (6.500-8.000 K)
  • Die ideale Beleuchtungsdauer ist 8 bis 10 Stunden
  • UV-Lampen können den Algenbefall eindämmen

 

Warum ist Beleuchtung für Aquarien so wichtig?

 

Durch die korrekte Beleuchtung wird im Aquarium ein künstlicher Tag-Nacht-Zyklus erzeugt. Die Pflanzen im Aquarium benötigen das Licht für die Photosynthese. Dadurch entziehen sie dem Wasser Nährstoffe. Geschieht das nicht, freuen sich Algen über diese Nährstoffe und reichern das Wasser mit Sauerstoff an. Darunter leiden die Wasserqualität und die Gesundheit der Fische und anderen Aquarienbewohner.

 

Reicht Tageslicht als Beleuchtung für mein Aquarium aus?

 

Natürliches Tageslicht alleine ist keine ausreichende Beleuchtung für Ihr Aquarium. Sie sollten darauf achten, dass weder direkt noch indirekt Sonnenlicht auf das Aquarium fällt. Denn durch Tageslicht können sich Algen stark vermehren und auch die Wassertemperatur erhöht sich teilweise deutlich.

 

Muss es unbedingt LED-Beleuchtung für mein Aquarium sein?

 

Zwei Fische schwimmen in einem Aquarium
Aquarium-Beleuchtung? LED!
(Bild: Pixabay/Regina Wölk)

Nicht nur LED-Lampen eignen sich als Beleuchtung für das Aquarium. Häufig finden sich auch Leuchtstoffröhren (Neonröhren), Kompaktleuchtstofflampen oder HQL/HQI-Gasentladungslampen. Meist werden jedoch Leuchtstoffröhren oder LED-Röhren als Beleuchtung für ein Aquarium verwendet.

 

Leuchtstoffröhren gibt es in zwei unterschiedlichen Lampentypen: T8 und T5. T8-Leuchtstoffröhren haben einen G13-Sockel und einen Durchmesser von 26 mm. Sie sind häufig in älteren Aquarien verbaut. T5-Leuchtstoffröhren hingegen werden meistens in neueren Aquarien verwendet. Sie haben einen G5-Sockel und sind mit einem Röhrendurchmesser von 16 mm deutlich schlanker.

 

Warum Sie trotzdem lieber zu LED-Röhren greifen sollten? LEDs bieten einen deutlich niedrigeren Stromverbrauch und gleichzeitig eine bessere Lichtqualität, beispielsweise durch flackerfreies Licht. Zudem wird bei LED-Röhren während der Lichterzeugung keine Wärme erzeugt. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer um ein Vielfaches im Vergleich zu Neonröhren. Und auch LEDs gibt es als T8- und T5-Röhren, sodass der Umstieg auf LED besonders einfach geht.

 

 

 

Wie viel Licht brauche ich für mein Aquarium?

 

Die Empfehlung für die Menge an Licht im Aquarium liegt bei rund 30 Lumen pro Liter Wasser. Damit können die meisten Pflanzen im Aquarium gut gedeihen. Da manche Pflanzen aber auch mehr Helligkeit zum Wachsen benötigen, können Sie bis zu 50 Lumen pro Liter zur Verfügung stellen. Damit werden auch Pflanzen zufrieden, die einen höheren Lichtbedarf haben.

 

Bei dem Wert von 30-50 Lumen pro Liter handelt es sich jedoch um eine reine Faustregel. Wieviel Licht ein Aquarium tatsächlich benötigt, kommt ganz darauf an, welche Pflanzen im individuellen Fall verwendet werden. Hier können Sie genauere Informationen im Fachhandel für Aquarienpflanzen erhalten.

 

Zu viel Helligkeit bei der Aquariumbeleuchtung kann vermehrtes Algenwachstum zur Folge haben, zu wenig hingegen wirkt sich negativ auf Wachstum und Gesundheit der Pflanzen aus. Erhöhen Sie die Lichtstärke für Ihr Aquarium, dann betreiben die Pflanzen auch mehr Photosynthese und benötigen entsprechend mehr CO2 und Nährstoffe.

 

Warum ist Lumen so wichtig für die LED-Aquarium Beleuchtung?

 

Die Einheit Lumen (lm) beschreibt die Helligkeit einer Lampe und ist damit für die Auswahl Ihrer LED-Beleuchtung für das Aquarium entscheidend. Watt hingegen gibt den Stromverbrauch eines Leuchtmittels an und ist insbesondere bei LED-Lampen nicht aussagekräftig was die Leuchtkraft angeht. Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie in unserem Blog Was ist Lumen?, eine praktische Umrechnungstabelle finden Sie unter Lumen nach Watt.

 

Welche Lichtfarbe brauche ich für mein Aquarium?

 

Kleiner Fisch schwimmt in erleuchtetem Aquarium
Tageslichtweiß eignet sich am besten für das Aquarium
(Bild: Pixabay/Jonathan Salant)

Generell gilt: Die Lichtfarbe Tageslichtweiß eignet sich am besten für die Beleuchtung von Aquarien. Das Licht ähnelt dem natürlichen Sonnenlicht am meisten und verfügt über die beste Mischung von roten und blauen Wellenlängen im Licht. Diese werden beide für ein ausgewogenes Pflanzenwachstum benötigt. Zusätzlich dringt blaues Licht tiefer in das Wasser ein und kann daher auch den Aquariumboden erhellen. Wasserpflanzen verarbeiten einen ebenfalls einen höheren Anteil an blauem Licht für die Fotosynthese, da dieses vermehrt bei ihnen ankommt. Rotes Licht wird vom Wasser spektral gefiltert und ist daher für die Beleuchtung von Aquarien durch LED nur wenig nützlich.

Die Lichtfarbe oder Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin gemessen. Je niedriger der Kelvin-Wert, umso höher ist der Rotanteil im Licht. Da wir für das Aquarium ein tageslichtweißes Licht benötigen, sind hierfür LED- oder Leuchtstoffröhren mit einer Farbtemperatur von 6.500 K bis 8.000 K geeignet.

 

Damit die Farben im Aquarium besonders natürlich wiedergegeben können, ist auch der CRI, der Farbwiedergabeindex, eine entscheidende Größe bei der Auswahl Ihrer LED-Beleuchtung. Idealerweise liegt der CRI bei einem Wert von 80-89 oder noch besser bei 90-99 RA. Das bedeutet, dass keine Farbstiche oder Grauschleier entstehen und alle Farben strahlend und maximal authentisch wiedergegeben werden.

 

Wie lang sollten Aquariumlampen eingeschaltet sein?

 

Ideal ist eine Beleuchtungsdauer von 8-10 Stunden. Damit stellen Sie sicher, dass ein Tag-Nacht-Zyklus eingehalten wird. Pflanzen benötigen eine Mindestleuchtdauer von 6 Stunden, etwa um ausreichend Photosynthese betreiben zu können. Achten Sie darauf, eine Beleuchtungsdauer von 12 Stunden nicht zu überschreiten. Bei Süßwasseraquarien ist es auch möglich, eine Mittagspause von bis zu 4 Stunden einzuhalten, in der das Licht ausgeschaltet wird. Bitte beachten Sie, dass diese Pause bei Meerwasseraquarien nicht ratsam ist.

 

Wichtig ist auch die regelmäßige Beleuchtung Ihres Aquariums. Das heißt, die Beleuchtung sollte möglichst immer zur gleichen Zeit eingeschaltet sein. Hierfür eignet sich am besten eine Zeitschaltuhr.

 

Unser Tipp

 

Für Fische und Pflanzen ist es besonders angenehm, wenn Sonnenauf- und -untergang nachgeahmt werden. Dafür schalten Sie Ihre LED-Lampen oder Leuchtstoffröhren am Aquarium nacheinander an bzw. aus oder programmieren Sie Ihre Zeitschaltuhr entsprechend.

 

Warum ist das Wasser in meinen Aquarium trüb?

 

Trübes oder grünliches Wasser entsteht durch ein vermehrtes Aufkommen von Algen und Bakterien. Das muss nicht unbedingt schlecht für Pflanzen und Fische sein, sieht aber unschön aus. Trübes Wasser im Aquarium kann als Ursache auch eine ungeeignete Beleuchtung haben. Zur Abhilfe können Sie zusätzlich zur normalen LED-Beleuchtung für das Aquarium UV-Lampen nutzen. Diese wirken desinfizierend und dämmen den Algenbefall ein.

 

 
 



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